Frangokastello

Venezianische Festungen

Fortezza

Die venezianische Festung Fortezza, ein einmaliges Monument, eins der herausragendsten, ist das Wahrzeichen der Stadt Rethymno. Die Burg, von der gesagt wird, sie sei die größte venezianische Festung, die je gebaut wurde, liegt auf dem Hügel Palaiokastro im Herzen der Stadt. Im Altertum erhob sich auf dem Hügel die Akropolis der antiken Stadt Rithymna und der Artemis-Tempel, die heute nicht mehr erhalten sind.

Nach der Plünderung der Stadt durch den Piraten Ulutz Ali im Jahr 1571 wurde der Bau einer guten Festungsanlage notwendig. Im Jahr 1573 wurde dann mit dem Bau der imposanten fünfeckigen Burg begonnen, bei der alle Methoden des modernen Festungsbaus der damaligen Zeit einflossen. Die Burg war so ausgelegt, dass sie die gesamte Einwohnerschaft der Stadt aufnehmen konnte.

Es handelt sich um das imposanteste Gebäude der Stadt und ist von jedem Punkt aus sichtbar, außerdem bietet es einen Panoramablick auf ganz Rethymno und die Westküste. In dem Moment, wo die Sonne im Meer versinkt, ist die Magie einmalig.

Sollten Sie Geschichtsliebhaber sein, so ist die Fortezza der geeignete Ort für Ihre Traumhochzeit.

Frangokastello

Frangokastello ist eine venezianische Burg aus dem Mittelalter und befindet sich an der Südküste Kretas, ungefähr 12 Kilometer östlich von Chora Sfakion. Sie ist eine der bekanntesten Burgen Griechenlands, hauptsächlich wegen des als „Drosoulites“ bekannten Phänomens, das manchmal Ende des Frühjahrs im Gebiet um die Burg zu beobachten ist.

Die Burg wurde zwischen 1371 und 1374 von den Venezianern erbaut, die damals auf der Insel das Sagen hatten. Sie sollte einen Schutz gegen die Piraten darstellen, aber auch gegen die aufständigen Sfakioten. Laut einer lokalen Überlieferung wurde sie tagsüber von den venezianischen Soldaten gebaut, und nachts von den Sfakioten unter der Führung der sechs Patsos-Brüder wieder abgerissen. Letztendlich gelang es den Venezianern der Patsos-Brüder habhaft zu werden und sie hinzurichten und so konnten sie die Burg dann doch noch fertigstellen.

In manchen Jahren sind Ende Mai, Anfang Juni im ersten Morgentau die Drosoulites am Strand von Frangokastello zu sehen. Die Drosoulites sind die Geister der gefallenen Kämpfer von Chatzimichalis Dalianis, die bei der Verteidigung der Burg am 17. Mai 1828 ums Leben kamen.

Bei dieser Schlacht leisteten 600 Recken 8.000 Türken eine Woche lang Widerstand, aber zum Schluss wurden 335 von ihnen zusammen mit ihrem Anführer getötet. Die Türken hatten 800 Tote zu beklagen. Laut der Legende blieben die Leichen der Griechen unbeerdigt, bis ein starker Wind den Strand „Orthi Ammos“ mit Sand bedeckte, der die Leichen unter sich begrub.

Die Drosoulites erscheinen Ende Mai, Anfang Juni als schwarzgekleidete menschenähnliche Schatten, die entweder auf Pferden sitzen oder zu Fuß gehen. Sie tragen Waffen und bewegen sich von der Kirche des Agios Charalampos in Richtung Frangokastello und verschwinden im Meer. Sie gehen an Tagen mit Windstille und hoher Luftfeuchtigkeit für ca. 10 Minuten Gänsemarsch.

Im Lauf der Jahre wurden schon viele Menschen Zeuge dieses Phänomens. Gemäß einer Theorie wird es durch die Brechung der Sonnenstrahlen im feuchten Morgentau verursacht. Drosoulites bedeutet frei übersetzt „Taumänner“. Sie haben auf jeden Fall noch nie jemanden belästigt.

Auftreten: Es wird berichtet, dass im Jahr 1890 türkische Soldaten, die sich in Frangokastello befanden, voller Panik flüchteten, als sie der Drosoulites ansichtig wurden. Viele Jahre später, als die Deutschen Kreta besetzt hatten, sah ein Soldatenkommando die Phantome und hielt sie für Aufständige und begann, auf sie zu schießen, ohne natürlich jemanden zu treffen.

Die Geister erscheinen nicht jedes Jahr, es können mehrere Jahre vergehen, ohne dass sie sich zeigen.

Wenn Ihnen die Geschichte von Frangokastello gefällt, ist es vielleicht der ideale Platz für Ihre Traumhochzeit.